Jens Culp, Dipl.-Ing. Maschinenbau

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eingetragen in die Handwerksrolle der Handwerkskammer Lübeck


 Reparatur eines Startermotors

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Dieser Startermotor treibt zur Abwechslung mal keinen Automotor an. Die Firma Farymann baut ihre Dieselmaschinen nicht nur in Baumaschinen und Vibrationsplatten ("Rüttelmaschinen") ein. Die Motoren erfreuen sich seit langem großer Beliebtheit als Einbaudiesel in Segelboote. Auf einem Schiff steht die Zuverlässigkeit an erster Stelle. Wenn der Motor nicht startet, kann es sehr schnell zu gefährlichen Situationen kommen. Dieser Anlasser funktionierte nur sporadisch.
Als erste Hürde galt es in den beengten Platzverhältnissen unter Deck den Startermotor auszubauen. Die weitere Zerlegung erfolgte in de Werkstatt. Die Kohlen waren noch in sehr gutem Zustand. Kein Wunder, denn der Motor, obwohl schon über 30 Jahre alt, wurde nur wenige Male im Jahr gestartet. Im Winter liegt das Schiff an Land. Im Sommer soll gesegelt werden. Kein Vergleich zu einem Autoanlasser, der mehrere Male am Tag betätigt wird.
Der Kommutator wurde vorsichtig abgedreht, um einen sicheren Stromfluss zu gewährleisten. Wird der Kommutator mit Schleifpapier gereinigt, entstehen auch bei sehr feinem Papier Unebenheiten. Das hat zur Folge, dass die Bürstenfedern (Kohlen) sehr schnell verschleissen.
Das eigentliche Problem an diesem Anlasser war das Ausrückrelais. Die Kontakte waren stark verdreckt und verzundert. Das Relais rückte zwar aus. Es kam aber kein Stromfluss zustande, der Anlasser drehte nicht durch. Alle mechanisch beweglichen Teile wurden gereinigt, auf Verschleiss geprüft und gefettet. Der Zusammenbau erfolgte mit neuen Dichtungsmaterialien. Schliesslich wird der Starter in salzhaltiger Umgebung betrieben.



Rückspiegel Automobile Dipl.-Ing. Jens Culp